Früherkennung der Osteporosegefährdung

 

Etwa ein Drittel aller Frauen entwickelt nach dem Ausbleiben der Regelblutung (Menopause) eine Osteoporose, die im späteren Alter zu Knochenbrüchen führen kann. Bei betroffenen Frauen treten gehäuft Wirbel- und Unterarmbrüche auf, später auch Oberschenkelhalsbrüche. Ein Zeichen für bereits abgelaufene Wirbelbrüche ist die schleichende Abnahme der Körpergröße und die Bildung eines Rundrückens.

In den letzten Jahre wurden Verfahren entwickelt, mit denen die Gefährdung für Osteoporose frühzeitig erkannt werden kann:

Durch die Ultraschallknochendichtemessung kann das Knochenbruchrisiko gut eingeschätzt und im Verlauf überwacht werden. Die Untersuchung wird mit einem dafür entwickelten Ultraschallgerät am Fuß durchgeführt und ist im Gegensatz zu

Röntgenuntersuchungen nicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Sinnvoll ist die Knochendichtemessung im Klimakterium (nachlassende Produktion der weiblichen Hormone). Kontrollen können dann in 1-2 jährigen Abständen durchgeführt werden.
Abbauprodukte des Knochens können zuverläßig im Urin gemessen werden. Es handelt sich dabei um sogenannte „Abbaumarker" .Da Frauen, die eine Osteoporose entwickeln, fast immer einen gesteigerten Knochenabbau aufweisen, findet man bei ihnen erhöhte Werte dieser Abbaumarker. Für die Untersuchung wird ein Röhrchen vom Morgenurin benötigt. Sinnvoll ist die Bestimmung der Abbaumarker 2-5 Jahre nach der letzten Regelblutung, sie kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.
Da in den letzten Jahren wirksame und schonende Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung des gesteigerten Knochenabbaus entwickelt worden sind, kommt der Früherkennung eine besondere Bedeutung zu.

Die gesetzlichen Krankenkassen tragen diese Untersuchungen nicht als Vorsorgeleistungen. Sie können jedoch die Knochendichtemessung und die Bestimmung der Knochenabbauprodukte im Urin als „individuelle Gesundheitsleistungen" (Wunschleistungen) auf eigene Kosten durchführen lassen.

Falls Sie weitere Fragen zur Osteoporosediagnostik haben, beraten wir Sie gerne. Auch über die Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung geben wir Ihnen gerne Auskunft (Vermeidung von Schadstoffen, Ernährung, Calcium, Vitamin D, Hormonersatz und andere Präparate wie Bisphosphonate).

Weitere Informationen zu dem Thema Osteoporose finden Sie unter: www.osteoporose.org !